Vor langer Zeit, als die Menschen nur durch Erzählungen Neues
erfahren konnten, lud der Herrscher eines Wüstenvolkes alle wichtigen Fürsten
der damals bekannten Welt zu sich in sein Reich. Unter den Gästen befand sich
auch ein Fürstensohn aus dem Gebiet des heutigen Weinviertels. Der junge Mann
war begeistert und offen für die vielen neuen Eindrücke in dem orientalischen
Land. Am meisten beeindruckte ihn allerdings die atemberaubende Tanzkunst,
welche die Frauen des Wüstenvolkes beherrschten. Besonders von einem der
tanzenden Mädchen, die sich zum Gefallen der geladenen Frauen und Männer mit
schlangenhaften, schwebenden Bewegungen durch den Raum bewegte, konnte der
Fürstensohn seinen Blick nicht nehmen. Auch dem Mädchen gefiel der
fremdländische Fürstensohn, und sie beschloss ihn in sein Land zu begleiten.
Fortan tanzte Sie durch die hügeligen Weinberge, welche den Besitz ihres
Liebsten umgaben, allein zu seinem Gefallen ..........
Dies ist lange her,
und von dem tanzenden Wüstenmädchen blieb nur ein lieblicher Windhauch, der noch
manchmal durch die Weinberge gleitet.
Doch die Zeit ist gekommen, in der
sich die Frauen des Weinviertels an ihre tanzende Vorfahrin erinnern und ihren
anmutigen Tanz wieder aufleben lassen .......